Akropolismuseum

Akropolismuseum

Akropolismuseum – die heiligen Hallen der griechischen Antike

ID 85210466 © David Pillow | Dreamstime.comDie Akropolis mit den Tempelanlagen aus dem 5. Jahrhundert ist das weltberühmte Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt Athen. Im Jahr 2009 wurde mit dem Akropolismuseum ein großartiger Neubau eröffnet, der als Präsentationsort für die unzähligen antiken Artefakte, Statuen und Friese dient.

Über 30 Jahre dauerten die Planungen für den Bau des neuen Akropolismuseums im Herzen der Athener Altstadt. Am 20. Juli 2009 war es endlich soweit und die heiligen Hallen der griechischen Antike öffneten ihre Tore für den Besucherverkehr. Damit können die zahllosen Kostbarkeiten der Antike und die umfangreiche Sammlung altgriechischer Plastik endlich in einem angemessenen Umfeld präsentiert werden.

Vorgängerbauten auf dem Burgberg

Das erste Akropolismuseum wurde im Jahr 1863 als Grabungsmuseum direkt auf dem Burgberg in unmittelbarer Nähe des Parthenons eingerichtet. Der vollmundige Begriff Museum schmeichelte der Anlage, denn im Grunde handelte es sich um eine Freilichtausstellung, deren Exponate notdürftig von ein paar Holzdächern geschützt wurden. Die zunehmende Anzahl der archäologischen Fundstücke machte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts einen Ausbau erforderlich. Das zweite Akropolismuseum entstand in einer Mulde auf den Burgberg und war aus der Ferne nicht als solches zu erkennen. Bald stellte man fest, dass auch der Platz im Neubau nicht ausreichte. Neue Fundstücke verschwanden aus Platzmangel in Magazinen und Lagerräumen. Da der Platz auf dem Grabungsgelände für einen Erweiterungsbau nicht ausreichte, begannen in den 1970er Jahren die Planungen für einen dritten Neubau.

Museumsneubau am Fuß des Burghügels

Als Standort für den dritten Neubau des Akropolismuseums entschied man sich für einen Ort am Südhang des Burghügels. Der Parthenon liegt nur 300 m Luftlinie vom Neubau entfernt, der über rund zehnmal so viel Ausstellungsfläche verfügt, wie das alte Museum. Die Ausschreibung gewann der Schweizer Architekt Bernard Tschumi, der sich gleich zu Beginn der Bautätigkeit mit einer unerwarteten Herausforderung konfrontiert sah. Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten wurden die Grundmauern von Wohngebäuden aus der römischen Epoche freigelegt. Um die Mauern aus dem 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. einzubeziehen, stellte der Architekt den Museumsneubau auf Stelzen und fügte einen gläsernen Boden ein. Besucher können auf diese Weise die antiken Mauerreste besichtigen, während sie das lichtdurchflutete Hauptgeschoss durchschreiten.

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Gliederung im Inneren des Akropolismuseums

Das Akropolismuseum ist ein Gebäude, das mit seiner eigenwilligen Architektur beinahe futuristisch anmutet. Die drei Geschosse liegen wie gestapelte Rechtecke übereinander. Über Rampen und Rolltreppen gelangen die Besucher vom Hauptgeschoss in die darüberliegenden Stockwerke. Ein stetig ansteigender Gang führt in das erste Geschoss, in dem die Skulpturen und Statuen der archaischen Epoche präsentiert werden. Im Zwischengeschoss sind das Museumsrestaurant und ein Multimedia-Zentrum untergebracht. Die Krönung bildet das Obergeschoss, wo das kostbare Parthenon-Fries in direkter Blickrichtung zum Tempel der Athena auf der Akropolis präsentiert wird.

Archaische Kunst im ersten Geschoss

Die Kunstwerke aus der archaischen Epoche stammen allesamt aus der Zeit vor den Perserkriegen. Im Jahr 480 v. Chr. verwüsteten die Perser die Akropolis und das Stadtzentrum von Athen. Die Skulpturen und Votivfiguren der geschändeten Tempel vergruben die Athener beim Neubau der Tempelmauern im Erdreich. Ein Glücksfall, wie sich Jahrhunderte später herausstellte, denn auf diese Weise wurden die Kunstwerke und selbst daran haftende Farbreste konserviert. Im 19. Jahrhundert förderten Archäologen Stück für Stück die antiken Kunstschätze ans Tageslicht. Die jahrtausendealten Skulpturen und Votivfiguren sind Meisterwerke der Bildhaukunst, bilden sie doch beinahe fotorealistisch Menschen und Tiere in verschiedenen Situationen ab. Um den Besuchern einen möglichst realistischen Eindruck von der Betrachtungsweise in der Antike zu vermitteln, wurden zahlreiche Skulpturen nicht auf Augenhöhe platziert, sondern - wie vor 2.500 Jahren üblich – auf hohen Sockeln stehend.

Die Parthenon-Galerie im Obergeschoss

Der Parthenon ist das berühmte Wahrzeichen auf dem Akropolis-Berg im Stadtzentrum von Athen. Die Tempelanlage mit dem umlaufenden Säulengang war der Göttin Athena geweiht und wurde wie das Erechtheion, der Nike-Tempel und das Dionysostheater im 5. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Das obere Stockwerk des Akropolismuseums hat exakt die gleichen Abmessungen wie der Parthenon und dieselbe Ausrichtung. Herzstück der Ausstellung ist das Parthenon-Fries. Das wertvolle Prozessionsrelief zierte einst die Innenwand des Tempels und befand sich zehn Meter hoch über den Köpfen der Besucher. Im Akropolismuseum werden die 40 Prozent des Originals auf Augenhöhe gezeigt. Die restlichen 60 Prozent befinden sich im British Museum in London. Dieser Teil ist im Akropolismuseum eine Kopie.

Sehenswert ist die Videodokumentation im Obergeschoss, die in Endlosschleife die Entwicklungsgeschichte des Parthenons beschreibt. Sie wird abwechselnd in englischer und griechischer Sprache gezeigt. Besucher erhalten auf diese Weise einen Einblick in die Baugeschichte des Athener Wahrzeichens und in die architektonischen Besonderheiten. Der Parthenon auf dem Akropolis-Hügel und das Fries im Museum gehen dank der vollverglasten Front und der geschickten Ausrichtung des Obergeschosses eine Symbiose ein. Wenn schließlich die versteckten Spots ihre Lichtkegel über das Figurenensemble des Parthenon-Frieses wandern lassen, scheinen die hünenhaften Körper zum Leben zu erwachen und die zahlreichen Pferde beginnen, sich in Bewegung zu setzen.

Ausgewählte Kunstwerke im Akropolismuseum

Der sogenannte „Perserschutt“ auf der Akropolis erwies sich als wahre Goldgrube für die Archäologen. Ab dem 19. Jahrhundert wurden systematisch Grabungen durchgeführt, bei denen jahrtausendealte Kunstwerke zutage gefördert wurden. Zahlreiche Stücke werden im neu gebauten Akropolismuseum erstmalig einem breiten Publikum gezeigt. Unter den Exponaten befindet sich mit dem Kalbträger ein Mann, der ein Opferkalb um die Schultern gelegt hat und die Beine des Tieres über der Brust festhält. Die Statue besteht aus Marmor und stammt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.

Nicht weniger kunstvoll gearbeitet ist der sogenannte Kritios-Knabe. Die 1,17 m hohe Marmorstatue wurde in der spätarchaischen Periode um das Jahr 490 v. Chr. hergestellt. Aus der gleichen Epoche wie der Kalbträger stammt das Reiterstandbild des Reiters Rampin. Obwohl von der Statue nur Fragmente erhalten sind, ist die hohe Kunstfertigkeit der Arbeit erkennbar. Zu den wohl bekanntesten Kunstwerken im Akropolismuseum gehört der „Blonde Kopf von der Akropolis“. Dabei handelt es sich um den Kopf einer Jünglingsstatue, dessen Markenzeichen blond gelocktes Haar war. Teilweise ist die ursprüngliche Blondfärbung noch erhalten.

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