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Monastiraki – quirliges Viertel in der Altstadt Athens

Das Viertel Monastiraki liegt mitten in der historischen Altstadt Athens, die den Namen Plaka trägt. Hier, am Fuß der Akropolis, schlägt das Herz der griechischen Hauptstadt. Das Zentrum bildet der Monastiraki-Platz, an dem sich historische Bauten wie die Hadriansbibliothek und die ehemalige Tzistarakis-Moschee aus dem 18. Jahrhundert befinden.

Monastiraki ist die erste Adresse in Athen, wenn Sie einen Einkaufsbummel mit einer Sightseeing-Tour verbinden wollen. In den Straßen und Gassen reiht sich ein Geschäft an das nächste. Straßenmusiker geben Kostproben ihres Könnens und fliegende Händler bieten ihre Waren an. Jeden Sonntag findet auf dem zentral gelegenen Monastiraki-Platz ein riesiger Flohmarkt statt, auf dem zahlreiche Hauptstadtbewohner Kunst, Kitsch und Trödel verkaufen.

Lebhafter Stadtbezirk am Fuß der Akropolis

Die Akropolis mit dem antiken Tempelbezirk ist das weltbekannte Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt Athen. Am Fuß des Burgberges erstreckt sich mit dem Viertel Monastiraki ein quirliger Stadtbezirk im Herzen der historischen Altstadt Plaka. Hier treffen mit den Straßen Odos Athinas und Ermou zwei Hauptverkehrsachsen Athens aufeinander. Im Stadtviertel Monastiraki ist die Erinnerung an die Zeit der osmanischen Vorherrschaft noch heute lebendig. Die engen Gassen mit ihren zahlreichen Läden und Tavernen verströmen orientalisches Flair, das durch die Kuppelbauten ehemaliger Moscheen zusätzlich verstärkt wird. Ruhig ist es nie in den gewundenen Gassen von Monastiraki. Besonders sonntags schwillt die Geräuschkulisse an, wenn die Händler auf dem Flohmarkt auf dem Monastiraki-Platz ihre Waren auf Tischen und Decken ausbreiten.

Antikes Erbe im Stadtzentrum

Im Jahr 86 v. Chr. wurde Athen von den Römern erobert und die neuen Herrscher hinterließen an vielen Stellen ihre Spuren in der griechischen Hauptstadt. Zu den berühmtesten römischen Monumenten zählt die Ruine der Hadriansbibliothek in unmittelbarer Nähe der Metro-Station Monastiraki. Im zweiten Jahrhundert n. Chr. war sie ein bedeutender Ort des Wissens, an dem bis zu 20.000 Schriftrollen eingelagert waren. Südlich des Monastiraki-Platzes liegt mit der Agora ein ehemaliger Versammlungsplatz des antiken Athens. Zu den besterhaltenen Tempelanlagen an diesem Ort zählt der nahezu unversehrte Tempel des Hephaistos. Der Marmortempel steht auf einer Erhebung am Rand der Agora. Die Nutzung als christliche Kirche bewahrte das antike Kleinod vor dem Abriss. Vor der wundervollen Kulisse der Agora sollten Sie sich eine Pause gönnen und in einem Straßencafé einen griechischen Eiskaffee mit dem Namen Frappé genießen.

Video: Athens Monastiraki walking tour

Der Turm der Winde

Am Rande der römischen Agora, einem Versammlungsplatz östlich der griechischen Agora, steht der sogenannte Turm der Winde. Erbaut wurde der 13 m hohe Turm im ersten Jahrhundert v. Chr. Das Bauwerk hat einen achteckigen Grundriss und an jeder der acht Seiten befindet sich eine Sonnenuhr. Über den antiken Zeitmessern sind Reliefs angebracht, die jeweils einen der acht verschiedenen Windgötter zeigen. Der Turm der Winde hat zwei Eingänge, jeweils einen an der Nordost- und der Nordwestseite. Im Inneren befand sich vor 2.000 Jahren eine Wasseruhr, die über einen eigens installierten Wasserspeicher mit dem kostbaren Nass versorgt wurde. Die Architektur des antiken Bauwerkes diente als Vorbild für zahlreiche Bauten, die in Westeuropa im 18. und 19. Jahrhundert entstanden.

Tzistarakis-Moschee und Pantanassa-Kirche

Neben den Baudenkmälern der Antike gibt es in Monastiraki steinerne Monumente aus späteren Jahrhunderten zu bewundern. Zur Zeit der osmanischen Besatzung wurde im Jahr 1759 die Tzistarakis-Moschee erbaut. Die Nutzung als islamisches Gotteshaus dauerte nur bis zur Unabhängigkeit Griechenlands an. Heute ist in dem Gebäude mit dem Kuppeldach eine Außenstelle des Museums für Griechische Volkskunst untergebracht. Gegenüber der ehemaligen Moschee steht die äußerlich unscheinbare Pantanassa-Kirche. Sie war das Gotteshaus eines Klosters, das dem Stadtteil den Namen gab. Monastiraki bedeutet so viel wie „Klösterchen“. Im Inneren strahlen den Besucher byzantinischer Goldglanz und prunkvolle Ikonen mit entrückter Mimik entgegen. In der Umgebung bieten Kirchenausstatter und Ikonenhändler ihre Waren an.

Shopping in Monastiraki

Im Monastiraki-Viertel liegen nicht nur einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands auf engem Raum beieinander. Der Stadtteil ist darüber hinaus ein Einkaufsparadies mit unzähligen Modeboutiquen, Lederwarengeschäften, Kunst- und Antiquitätenläden sowie Spezialitätengeschäften. Als Ausgangspunkt für eine Shopping-Tour eignet sich hervorragend der Monastiraki-Platz im Zentrum des Viertels. Die Ladenstraßen zweigen von dem zentral gelegenen Platz ab und winden sich durch die Altstadt Plaka. Souvenirjäger kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber guter Weine und modebewusste Besucher. Mit dem Charme eines türkischen Basars empfängt Sie der Flea Market. Durch diese hohle Gasse drängen sich täglich unzählige Touristen an den vollgepackten Tischen der Händler vorbei.

Flohmarkt auf dem Monastiraki-Platz

Der zentral gelegene Monastiraki-Platz verfügt über einen fest installierten Wochenmarkt auf dem nahe gelegenen Lateia Avissynias. Dieser wird sonntags um einen Flohmarkt ergänzt, auf dem die Einwohner der griechischen Hauptstadt Kitsch, Kunst und Trödel zum Verkauf anbieten. Für viele Menschen geht von einem Trödelmarkt eine magische Anziehungskraft aus. Findet das Ereignis in einem fremden Land mit anderer Kultur statt, ist der Drang, sich am Feilschen zu beteiligen, noch größer. Auf ausgebreiteten Decken und Tapeziertischen breiten die Athener ihre Schätze aus. Das Angebot reicht von Zinngefäßen über Ölgemälde bis hin zu Büchern, Porzellan, Öllampen und Kleinmöbeln. Wer hier kein passendes Mitbringsel für die Daheimgeblieben findet, ist in aller Regel selber schuld. Allerdings zieht es auch viele Einheimische auf den wöchentlichen Flohmarkt, sodass es zwischen den Ständen der Händler oft ein starkes Geschiebe und Gedränge gibt. Wie immer in solchen Situationen sollten Sie wachsam sein und sich vor Taschendieben in Acht nehmen.

Syntagma-Platz mit Parlamentsgebäude

Nur 15 Gehminuten östlich vom Monastiraki-Platz liegt mit dem Syntagma-Platz ein aus historischer Sicht bedeutungsvoller Ort. Am sogenannten „Platz der Verfassung“ erhebt sich das Parlamentsgebäude, in dem das griechische Parlament zu seinen Tagungen zusammentritt. Ein wiederkehrendes Ereignis ist der Aufmarsch der als „Evzone“ bezeichneten ehemaligen königlich-griechischen Leibgarde am Grabmal des unbekannten Soldaten. Die Parade findet immer sonntags ab 11 Uhr statt. An einer Ecke des Platzes steht das historische Hotel Grand Bretagne, das im Jahr 1842 eröffnet wurde. Der Syntagma-Platz wird ganzjährig als Veranstaltungsort genutzt. Europaweit bekannt wurde der Platz vor dem Parlamentsgebäude, als im Jahr 2011 die griechische Finanzkrise eskalierte und beinahe täglich Demonstrationen auf dem Syntagma-Platz stattfanden.

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