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Ioannina – quirlige Großstadt im Pindos-Gebirge

Ioannina ist die größte Stadt im Nordwesten Griechenlands und gleichzeitig Hauptstadt der Region Epirus. Rund 112.000 Menschen leben in der Großstadt, die im Herzen einer 480 m hohe Hochebene liegt. Im Vergleich zu anderen Städten Griechenlands ist Ioannina eine junge Metropole. Erstmalig erwähnt wurde die Stadt im Jahr 879.

Ioannina – Stadt am Ufer des Pamvotida-Sees

Umgeben von Berg- und Hügelketten liegt auf einer Hochebene im Pindos-Gebirge die Stadt Ioannina. Sie ist das kulturelle und politische Zentrum der Region Epirus im äußersten Nordwesten Griechenlands. Die Stadt liegt am Ufer des Pamvotida-Sees, der eine Fläche von knapp 23 km² bedeckt und auf einer Höhe von 480 m liegt. Im Osten wird die Hochebene von den Bergen des bis zu 1.800 m hohen Mitsikeli-Massivs begrenzt. Im Westen ragen die knapp 2.000 m hohen Berge des Tomaros-Bergmassivs auf. Der Pamvotida-See ist ein natürlich entstandener Binnensee, der von Bächen und Wasserläufen aus den umliegenden Bergen gespeist wird. Kiefernwälder säumen die Seeufer an Stellen, wo das Stadtgebiet nicht bis an die Wasserfläche reicht. Im See liegt die Ioannina-Insel mit ihren sieben Klöstern und der kleinen Siedlung. Die mittelalterlichen Klöster sind beliebte Ausflugsziele in den Sommermonaten. Im Winter friert der Pamvotida-See gelegentlich zu.

Historische Altstadt hinter Festungsmauern

Die historische Altstadt von Ioannina liegt auf einer Halbinsel im Pamvotida-See und wird von den dicken Mauern einer mittelalterlichen Festungsanlage umschlossen. Vom 14. bis zum 19. Jahrhundert lebten hier griechische, osmanische und jüdische Gemeinden zusammen. Noch heute tragen zahlreiche Gebäude die Züge orientalischer Baukunst in der Architektur. Der Palastbezirk befindet sich im Süden. Von der mittelalterlichen Festung sind heute nur noch Ruinen und das Mausoleum für Ali Pascha erhalten. Der Osmane war vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zu seiner Ermordung im Jahr 1822 Gouverneur von Epirus. Die Zitadelle wurde teilweise restauriert und mit alten Ausrüstungsgegenständen wie Kanonen bestückt, die vor den historischen Mauern platziert wurden.

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Moscheen und Museen in der Altstadt

Wie stark der Einfluss der Osmanen in der Zeit ihrer Vorherrschaft in Ioannina war, zeigt sich anhand der Moscheen in der Altstadt. Die Aslan-Pascha-Moschee mit ihrem weithin sichtbaren Minarett steht im Norden der Altstadt und wurde im Jahr 1619 erbaut. Uralte Pflastersteine und Wegplatten bedecken den Boden im Moscheen-Gelände und mancherorts ragen schlanke Zypressen auf. In dem ehemaligen islamischen Gotteshaus ist heute das Volkskundemuseum untergebracht, das eine umfangreiche Sammlung historischer Alltagsgegenstände, Trachten und Handwerkskunst beherbergt. Nur einen Steinwurf von der Moschee entfernt stehen die Ruinen des Osmanischen Bades.

Um das Jahr 1430 wurde die Fethije-Moschee in der historischen Altstadt im Inneren der Festung von Ioannina errichtet. Der ursprüngliche Holzbau wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch ein Steingebäude ersetzt. Der Gouverneur der Region Epirus – Ali Pascha – ließ die Moschee umfassend ausbauen und kunstvolle Wandmalereien anbringen. Im Inneren des Gotteshauses wurde die Familie des einstigen Machthabers beigesetzt. Das Grab von Ali Pascha befindet sich im Außenbereich der Moschee. Ioannina war bereits im Mittelalter ein Zentrum der Silberschmiedekunst. Kunstvolle Arbeiten aus verschiedenen Jahrhunderten können Sie im Silberschmiedmuseum besichtigen, das sich ebenfalls auf dem Festungsgelände befindet.

Bummel durch die Neustadt

Die Neustadt von Ioannina liegt unterhalb des Festungshügels mit der Altstadt an der westlichen Bergflanke. Die kopfsteingepflasterten Straßen und Gassen werden von niedrigen, maximal zwei Stockwerke hohen Häusern gesäumt. Auffällig ist die große Anzahl an Street-Art-Bildern, die ganze Häuserfassaden verzieren. Die Neustadt empfängt Sie mit einer großen Anzahl an Bars, Straßencafés und Tavernen. Vor den Wohngebäuden stehen große Kübel mit Olivenbäumen und Oleander. Im Stadtzentrum warten Pferdekutscher mit ihren Gespannen auf Kundschaft, die eine Stadtrundfahrt auf traditionelle Art erleben will. Geschichtsinteressierte Urlauber sollten einen Abstecher in das archäologische Museum einplanen. Dort können Sie unter anderem Funde besichtigen, die an der antiken Orakelstätte Dodona gemacht wurden. Die Tempelanlagen von Dodona liegen ca. 15 Kilometer südwestlich von Ioannina und beherbergten einst das älteste Orakel Griechenlands.

Klosterinsel im Pamvotida-See

Täglich verkehren Schiffe und Ausflugsboote zwischen dem Hafen der Stadt Ioannina und der gleichnamigen Klosterinsel im Pamvotida-See. Rund 100 Familien leben auf der Insel. Haupteinnahmequellen sind neben dem Tourismus der Fischfang und die Froschzucht. Eine schmale Straße führt von der Anlegestelle ins Inselinnere, wo in der kleinen Ortschaft echte Basarstimmung herrscht. In den mit Steinplatten ausgelegten Gassen bieten Händler an ihren Ständen und in kleinen Läden Holzschmuck, Keramik, Bilder, Souvenirs und Gegenstände aus Olivenholz an. In winzigen Tavernen können Sie sich gut geschützt vor der Sonne einen Kaffee unter dem dichten Blätterdach von Weinranken schmecken lassen.

Das kulturelle Highlight auf der Ioannina-Insel sind die sieben Klosteranlagen, von denen die älteste aus dem 13. Jahrhundert stammt. In den Innenräumen einiger Klostergebäude können Sie byzantinische Freskenkunst und goldverzierte Ikonen bewundern. Im Kloster des Heiligen Nikolaus der Philanthropinen sind kunstvolle Wandmalereien aus dem 13. und 14. Jahrhundert erhalten. An den einstigen osmanischen Gouverneur Ali Pascha wird im Kloster des Heiligen Pandeleimon erinnert. In der Zelle, in der er im Jahr 1822 nach seiner Festnahme inhaftiert war und getötet wurde, werden Kupferstiche, Kleidung und Lithografien aus der Zeit vor dem Sturz des Machthabers gezeigt.

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