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Iraklio – die quirlige Hauptstadt der Insel Kreta

Iraklio (Heraklion) ist gemessen an der Einwohnerzahl die viertgrößte Stadt Griechenlands. Rund 175.000 Menschen bevölkern die Hauptstadt Kretas, die zentral an der Nordküste der größten griechischen Insel liegt.

Lage an der Nordküste Kretas

Iraklio liegt an der Nordküste Kretas an einem Abschnitt der Ägäis, der als Kretisches Meer bezeichnet wird. Kreta ist mit einer Länge von rund 250 km und einer maximalen Breite von 70 km die größte Insel Griechenlands. Das Häusermeer der Inselhauptstadt liegt in einer weiten Ebene, die von grünen Hügeln mit Pinienhainen und Weinbergen eingerahmt wird. Im Hinterland steigt das Ida-Gebirge an, dessen höchster Gipfel (Psiloritis) 2.456 m hoch in den Himmel aufragt. Besonders markant tritt der Höhenzug Giouchtas in Erscheinung, der keine 12 km von der Innenstadt Iraklions im Binnenland liegt. Sagen und Legenden ranken sich um den keine 820 m hohen Bergrücken. In der Antike hielten die Inselbewohner den Giouchtas für einen Ort, an dem der Göttervater Zeus begraben wurde. Von Iraklio bis nach Chania sind es ca. 130 km, das Urlaubsziel Rethymno liegt 75 km von der Inselhauptstadt entfernt.

Ausflug in die Geschichte

In unmittelbarer Nähe des heutigen Stadtgebietes befand sich in der Antike ein Hafen von Knossos. Die bedeutendste Ausgrabungsstätte der minoischen Hochkultur mit dem sagenumwobenen Palast von Knossos liegt nur fünf Kilometer südlich von Iraklio. Im Mittelalter wechselten auf Kreta die Herrschaftsverhältnisse oft. Von 1206 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts befand sich die Insel unter venezianischer Verwaltung. Einige Gebäude am Hafen und in der historischen Altstadt stammen aus dieser Zeit.

Den Venezianern folgten die Osmanen, bevor die Insel und damit auch die Hauptstadt Iraklio im Jahr 1913 wieder zu Griechenland kam. Im Zweiten Weltkrieg wurden weite Teile des Stadtgebietes bei einem Bombardement durch die deutsche Wehrmacht zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte recht planlos und war von der willkürlichen Errichtung von Häusern und Gebäudekomplexen geprägt. Geschuldet war dieser Umstand auch dem Bevölkerungswachstum nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Video: The golden City - Heraklion Kreta Griechenland

Altstadt mit venezianischem Charme

Während die äußeren Stadtbezirke von Iraklio wenig Sehenswertes zu bieten haben, hat sich die historische Altstadt ihren venezianischen Charme bis heute bewahrt. Die mittelalterliche Stadtmauer, von den Venezianern zum Schutz vor osmanischen Übergriffen errichtet, ist bis heute nahezu vollständig erhalten. Der Ring aus Festungsmauern und Bastionen ist 5,5 km lang und umschließt die Altstadt am drei Seiten. An der vierten Seite öffnet sich Iraklion zum Meer. Sie können das Stadtzentrum zu Fuß erkunden, denn alle Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb des Mauerringes. Da in den zurückliegenden Jahren mehrere Straßen in Fußgängerzonen umgewandelt wurden, ist der Aufenthalt im historischen Zentrum von Iraklion deutlich angenehmer als noch vor der Jahrtausendwende.

Sehenswertes im Stadtzentrum

Die Platia Venizelou mit dem im Jahr 1628 erbauten Löwenbrunnen in der Mitte, ist das quirlige Zentrum der Altstadt Iraklions. Das Wasser für die acht Wasserbecken und die von steinernen Löwen getragene Wasserschale wurde früher über ein Aquädukt in die Stadtmitte transportiert. In einer der ortsansässigen Konditoreien sollten Sie unbedingt die griechische Spezialität Bougatsa probieren. Ein Stadtbummel führt Sie vorbei an der Agios-Titos-Kirche, die von den Osmanen als Moschee erbaut und im Jahr 1925 als griechisch-orthodoxe Kirche geweiht wurde. Ein sehenswertes Gebäude aus der venezianischen Epoche ist die zweigeschossige Loggia mit ihrem schmucken Arkadengang im Erdgeschoss. Sie wurde im Jahr 1628 fertiggestellt und war im 17. Jahrhundert der wichtigste Treffpunkt von Kaufleuten, Händlern und Aristokraten. Das alte Hafenbecken erhiel seine heutige Form ebenfalls in venezianischer Zeit. Auf der Spitze der knapp einen Kilometer langen Mole thront eine venezianische Bastion.

Shopping in der Innenstadt

Wenn Sie ein Ferienhaus in Griechenland als Urlaubsunterkunft gebucht haben, sind Sie Selbstversorger. Kein Ort ist für den Einkauf von frischen, regionstypischen Lebensmitteln besser geeignet als die Marktstraße Odos 1866. Auf den Auslagen der Stände stapeln sich Orangen, Avocados, Wassermelonen und Tomatenstiegen. Hier bekommen Sie Schafskäse, Lederwaren, frische Garnelen, Honig und eingelegte Oliven. Wenn Sie dem Treiben aus kurzer Entfernung zuschauen wollen, machen Sie es den Einheimischen nach und nehmen in einem Café am venezianischen Bembo-Brunnen Platz. Zahlreiche Schuh-, Mode- und Lederwarengeschäfte finden Sie in der Fußgängerzone Odos Daidalou, die in den großen Platia Eleftherias mündet.

Antikes Highlight an der Stadtgrenze: Palast von Knossos

Fünf Kilometer südlich von Iraklio liegt eine der bedeutendsten Ausgrabungsstellen aus der minoischen Epoche in Griechenland: Der Palast von Knossos. Das monumentale Bauwerk, von dem heute noch Grundmauern und Ruinen erhalten sind, wurde zwischen 2100 und 1800 v. Chr. errichtet. Das Gebäudeensemble bedeckte einst eine Fläche von 21.000 m², was einer Größe von knapp drei Fußballfeldern entspricht. Unzählige Räume waren einst über ein unübersichtliches Labyrinth aus Korridoren, Türen, Treppen und Durchgängen verbunden. Im Zentrum der Anlage befindet sich der sogenannte Thronsaal. Der Raum erhielt seinen Namen, weil Archäologen dort einen Thron aus Alabaster entdeckten. Dass in einigen Räumlichkeiten nach einem Zeitraum von 4.000 Jahren sogar noch farbige Fresken gefunden wurden, grenzt an ein Wunder. Die Malereien gaben den Archäologen Hinweise auf die Lebensweise, den Alltag und die Kleidung der antiken Palastbewohner.

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